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# 66 Mit drei Rädern, zwei Anhängern, einem Kind und jede Menge Motivation auf dem Schwarzwald-Radweg

So manche unserer Reisen haben es noch nicht in den Blog geschafft und dazu zählt die Fahrradtour auf dem Schwarzwald-Radweg vor zwei Jahren.

Jetzt greife ich nochmal in die Tiefen der Speicherplatte und suche ein paar wenige Fotos der Tour raus. Damals hatten wir noch keine Kamera und haben Fotos notdürftig mit demHandy gemacht.

 

Nach unserer Tour in den Alpen wollten wir wieder einen schönen Radurlaub machen und so kamen wir auf den Schwarzwald-Radweg.

Angekommen in Freiburg, blieben wir ein paar Nächte auf dem naturbelassenen Campingplatz, besuchten Freunde und badeten im kalten Dreisam.

Danach ging es mit dem Zug nach Lörrach, wo der Radweg startete.

 

Der Schwarzwald-Radweg verläuft von Karlsruhe nach Lörrach und hat wie sich herausstellte ordentlich Höhenmeter. Die meiste Zeit fuhren wir auf Schotterwegen durch den Wald  und haben keine Menschenseele getroffen.

Allerdings haben uns die steilen Aufs und Abs doch schnell an unsere Grenzen gebracht. Die Steigungen waren zum Teil so schwer, dass die Hinterräder durchdrehten und man gar nicht voran kam. Die Abfahrten konnte man ebenfalls wenig genießen, weil sie entweder auf dem groben Schotter oder auf dem Gras waren.

Zum Glück hatten wir das Laufrädchen für Petzi mitgenommen und so das Gewicht im Hänger etwas verlagern;)

 

Vorteile hatte der Weg definitiv einige: man traf stundenlang keine Menschen und hatte einige schöne Zeltplätze zur Auswahl. An der Stelle muss ich sagen, dass wir gerne wild zelten. Es klappt nicht immer, da selten was geeignetes zur Verfügung steht. Aber bei diesem Radweg hatten wir ein paar Möglichkeiten uns etwas abseits des Weges breit zu machen. Wir achten sehr darauf alles ordentlich und möglichst unzerstört hinter uns zu lassen. Nur so funktioniert es mit dem Einklang mit der Natur.

 

Der Weg hat uns leider schon nach knapp einer Woche ordentlich strapaziert. Mit Bedauern mussten wir zugeben, dass es kein geeigneter Familienradweg ist, sondern für Mountainbike ausgerichteter, ohne Abfahrten in die Orte und versteckt im Wald. Hinzu kam noch das schnelle Ausbleiben von Bargeld und das darausfolgende Ausbleiben des Proviants. Um in die Orte zu fahren, mussten wir einige Hunterte Höhenmeter abfahren, um festzustellen, dass es da weder Bankautomaten gab noch Supermärkte, wo man hätte mit Karte zahlen können.

 

Zum Schluss haben wir uns verfahren, also auf gar keinen Fall den Kompass-Karten trauen!, und sind bei dieser urigen Hütte rrausgekommen. Da sind wir auch gleich zwei Nächte geblieben, und am zweiten Abend gesellten sich zwei weitere Familien zu uns, die die Hütte über Badisches Familienferienwerk e.V. kennen und regelmäßig nutzen. Das Konzept der Hüttennutzung über diesen Verein fanden wir richtig toll und haben uns daraufhin informiert, nur leider nimmt der Verein keine weiteren Mitglieder mehr auf. Diese Hütte dürfen aber alle nutzen, die sie entdecken.

 

So ist unsere Tour auf dem Schwarzwald-Radweg doch schneller zu Ende gewesen, als wir es geplant hatten. Trotzdem hat sie unsere Erfahrungen bereichert und bleibt uns fest in Erinnerung.

Wir mögen sehr gerne den Schwarzwald und sind offen für neue Abenteuer. An dieser Stelle bin ich sehr dankbar für tolle Tipps.

 

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