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# 74 Fahrradtour mit Kind: Vulkanradweg

An dem ersten langen Brückenwochenende dieses Jahr haben wir eine Fahrradtour bei uns um die Ecke gemacht. Und es war gleichzeitig eine Premiere: der Petzi hat sein neues Rad dabei, um die Strecke selber zu fahren!

 

Den Vulkanradweg sind wir schon mal vor ein paar Jahren gefahren und fanden es wäre ein guter Einstieg für einen radfahrenden 5-jährigen. Der Weg startet in Schlitz, 15 km von Fulda entfernt, wohin wir mit dem Zug gefahren sind.

Aus Fulda raus, konnte der Petzi endlich auf sein Rad steigen und genussvoll in die Pedalen treten. Dabei bot sich eine wunderschöne Landschaft seitlich des Weges zum Staunen an.

 

Der Weg nach Schlitz hatte doch einige Steigungen und nach ein paar Kilimetern war die Puste beim Bub aus. Für den Fall hatten wir noch seinen geliebten Anhänger mit, wo er ziemlich schnell nach dem Einsteigen eingeschlafen ist.

 

Die erste Nacht haben wir in der Nähe des Schlosses Eisenbach verbracht. Der Platz war wunderschön, durch Bäume vor neugierigen Blicken abgeschirmt und ohne Zecken im hohen Gras. Darauf mussten wir explizit achten, denn gerade in der Jahreszeit sind die Viecher gefühlt überall.

Der Petzi hat sich aufs Zelten sehr gefreut und hat kräftig beim Aufbau mitgeholfen. Es sind doch schon ziemlich viele Monate seit unserem letzten Zelten vergangen. Er hat es deutlich vermisst!

 

Der Platz war wirklich zauberhaft. Wir entdeckten einen Tümpel mit "fließendem" Wasser, sodass man gleich ein Gesichtspeeling machen wollte! Und beim Frühstücken in der warmen Morgensonne rief der Bub aus: "Oh Mama, schau mal, wie wunderschön die Blumen sind!" Da ging mir das Herz auf, mein Junge erkennt das Zauberhafte in der Natur!

 

Wenn der Bub hinten im Anhänger seine Zeit genoss, durften wir voll beladen strampeln. So sah es aus, wenn sein Fahrrad mittransportiert wurde. Mein Mann hat sich dazu viele Gedanken gemacht und eine Halterung für unseren Gepäckanhänger gebaut. Diese hilt Bombe und ist einfach zu bedienen!

 

Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter. Solche Sachen, über die man sich oft im Alltag im Smalltalk aufregt (oh Mann, schon wieder übers Wetter reden), sind auf Tour richtige Launemacher: entweder zu guten oder schlechten Laune-Führer. Dieses Mal war es sonnig, nicht allzu heiß, manchmal ein bisschen bewölkt, aber hauptsächlich trocken! Und deswegen haben wir auch oft Pausen gemacht. Einfach mal, um an dem Bach zu spielen oder Eis zu schlecken.

 

Ich habe festgestellt, dass ich Vogelsberg richtig gerne mag. Viel lieber, als Wetterau, zumindest zum Radfahren. Die Landschaften sind schöner, grüner, hügeliger, und die Häuser sind überwiegend Fachwerk. Auf dem Gelände des Schlosses Eisenbach spazierte ungestört eine Pfau, wir waren fast die einzige Besucher.

Ich hatte die Gelegenheit genutzt und die neue Worker-Hose des Petzis fotografiert. Sie ist zur Zeit seine Lieblingshose und hat schon einiges an Matschdreck, Eis- und Fettflecken gesehen. Die Taschen sind unten abknöpfbar, sodass man den wertvollen Inhalt ausschütteln kann. Das wichtigste an der Hose ist: sie ist aus Cordura und somit unverwüstlich! Deswegen Worker-, Handwerker-, Outdoorhose. Perfekt also für mein Waldkind! Genäht habe ich sie nach dem Schnitt Wolf aus der Ottobre 4/17.

 

Die Tour hat uns allen viel Spaß gemacht. Ohne Eile haben wir es in drei Tagen geschafft. Die nächste steht schon an, aber bis dahin müssen wir noch etwas Kräfte sammeln und noch paar Shirts aus Merino nähen;)

 

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